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22.02.2021

Eine Lotsin geht von Bord

Dorothee Schmidt verlässt nach 27 Dienstjahren die Rummelsberger Diakonie. Die 51-Jährige war als Dienstellenleiterin der Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH und als Mitglied im Aufsichtsrat hochgeschätzt.

Nürnberg – „Ginge es nach unserem Wunsch – so würden wir Sie einfach behalten.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich am Freitag Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie von Dorothee Schmidt, Dienstellenleiterin der Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH, kurz RDJ, in Fürth. Damit brachte Schulz auf den Punkt, was alle Gäste dachten.

Dorothee Schmidt verlässt zum 1. März 2021 nach fast dreißig Jahren die Rummelsberger Familie und übernimmt die Leitung des Jugendamts Roth. Das rauschende Abschiedsfest – „das Ihrem Wirken innerhalb unserer Rummelsberger Familie mehr als angemessen gewesen wäre“, wie Schulz sagte, musste Coronabedingt leider entfallen. Stattdessen gab es eine Feierstunde in kleinem Kreis mit Schutzmasken und Abstand.

Schulz betonte in seiner Rede, dass Schmidt in den knapp drei Jahrzehnten ihres Wirkens in Rummelsberg viel bewegt, verändert, verbessert, mitgetragen und erneuert habe. Nicht nur in der Kinder- und Jugendhilfe, in der die Diplom Sozialpädagogin 1993 als Studentin erstmals ein Praktikum absolvierte und 1994 im Gruppendienst einstieg. Sondern auch mit ihrem Engagement und Einsatz als Vorsitzende des „Sprecherausschuss leitende Angestellte“ und als gleichzeitiges Mitglied des Aufsichtsrates der Rummelsberger Diakonie.

Verena Voß, Dienstellenleiterin Kinder und Familie der Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH, kurz RDJ, wird künftig die Leitung der Fürther Kindertagesstätten in ihre Dienststelle übernehmen. Die Leitung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen (RDJ) in Fürth wird Diakon Werner Pfingstgraef, Dienstellenleiter der RDJ in Nürnberg mit übernehmen. Bei der Verabschiedung dankte der Diakon der geschätzten Kollegin für ihren Einsatz, bei dem sie immer den Menschen – sowohl die Kinder und Jugendlichen, als auch die Mitarbeitenden – im Mittelpunkt sah. Neben Grüßen und Wünschen von Weggefährten, die bei der Feierstunde aufgrund der Pandemie nicht dabei sein konnten, gab er ihr mit dem Wochenpsalm einen Segensgruß mit auf den weiteren Weg und überreichte kleine Präsente.

Dorothee Schmidt war sichtlich gerührt angesichts der großen Wertschätzung. Sie gehe mit einem lachendem und einem weinenden Auge. „Ich durfte in meiner Zeit bei den Rummelsbergern Verantwortung für Menschen übernehmen, sie ein Stück ihres Lebens begleiten und mit ihnen gemeinsam Rahmenbedingungen entwickeln, damit sie ihre Aufgaben richtig gut erledigen können.“ Dabei habe sie erlebt, dass wertschätzende Kommunikation ganz wichtig sei, aber auch sehr anstrengend sein könne.

Dorothee Schmidt hatte sich in den vielen Jahren in der Rummelsberger Familie nicht nur wohl, sondern auch zuhause gefühlt. Der Wechsel ins Jugendamt Roth sei, so die 50-Jährige, eine Bauchentscheidung gewesen: „Das Jugendamt suchte bewusst einen Pädagogen und keinen Juristen oder Verwaltungsangestellten, da dies der Kernaufgabe des Jugendamtes entspricht. Da fühlte ich mich angesprochen.“

Karl Schulz zeigte sich zuversichtlich, dass Dorothee Schmidt als Leiterin des Jugendamts Roth ebenso ideenreich und analytisch Probleme erkennen und neue Wege beschreiten werde, wie Sie das in der Rummelsberger Diakonie stets mit Bravour getan habe. Deshalb händigte er der Kollegin bei der Feier auch gleich eine kleine Wunschliste für sie als neue Jugendamtsleitung aus. Als Jugendhilfeträger vor Ort sei die Rummelsberger Diakonie gerne bereit, gemeinsame Projekte für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsenen und Familien in der Stadt Roth und dem Landkreis zu entwickeln und umzusetzen, um für diese neue Perspektiven schaffen können.

Dorothee Schmidt freut sich auf die neue Aufgabe und den Seitenwechsel: „Jugendhilfe aus einer anderen Perspektive – das wird spannend.“

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Von: Stefanie Dörr