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31.07.2020

Hilfe für Frauen und Kinder in Not

Aktion „Freude für alle“ spendet 30.000 Euro für Corona-Nothilfe-Projekte

Nürnberg – Die Aktion „Freude für alle“ der Nürnberger Nachrichten hat insgesamt 30.000 Euro für Corona-Nothilfe-Projekte der Rummelsberger Diakonie gespendet. Wolfgang Heilig-Achneck, Koordinator von „Freude für alle“, stattete dem Übergangshaus für Mutter und Kind in Nürnberg am Donnerstag einen Besuch ab. In der Einrichtung der Rummelsberger Diakonie leben 16 Frauen mit Kindern, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder bereits wohnungslos sind. Drei Sozialpädagoginnen und eine Erzieherin begleiten die Frauen und Kinder. Ein Teil des Spendengeldes von „Freude für alle“ ermöglichte, dass in dem Haus eine Quarantäne-Wohnung eingerichtet wurde. Nur so konnten auch in der Zeit der Pandemie neue Frauen einziehen.

Amely Weiß, Leiterin im Übergangshaus für Mutter und Kind, sagte über die Anfangszeit der Corona-Pandemie: „Die Frage war, wie wir Frauen aufnehmen können, die in Not sind, und gleichzeitig die Frauen schützen, die schon hier leben.“ In der Einrichtung teilen sich immer zwei Frauen mit ihren Kindern eine Wohnung. Doch was, wenn eine Neueinziehende mit dem Corona-Virus infiziert wäre? Bis vor Kurzem habe es keine ausreichenden Testmöglichkeiten gegeben, beziehungsweise habe es lange gedauert, ehe die Ergebnisse vorlagen. Die Lösung: eine Quarantäne-Wohnung. Dafür allerdings fehlte zunächst eine separate Dusche. Mithilfe der Spende konnte die innerhalb kürzester Zeit eingebaut werden. „Wir sind sehr froh – vor allem, dass es so schnell ging“, so Weiß.

Die Aktion „Freude für alle“ gibt es bereits seit 50 Jahren. Heilig-Achneck betonte: „Wir geben das Geld so aus, wie es die Spenderinnen und Spender erwarten.“ Normalerweise findet die Aktion nur in der Vorweihnachtszeit statt. Angesichts der durch das Corona-Virus bedingten Nöte habe man eine Ausnahme gemacht. Ein Großteil der Spende an die Rummelsberger Diakonie wurde dazu verwendet, dringend benötigte Laptops für Klientinnen und Klienten zu kaufen. Viele der Jugendlichen in den Wohngruppen der Rummelsberger Jugendhilfe, aber auch Familien, die von Rummelsberger Mitarbeitenden ambulant unterstützt werden, hatten keine Geräte fürs Homeschooling. Ein weiterer Teil der Spende ermöglichte, dass Tablets und Spiele angeschafft wurden. So konnten Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Einrichtungen trotz Ausgangsbeschränkungen mit ihren Angehörigen Kontakt aufnehmen und sich beschäftigen.


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