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05.12.2018

Ein Stück Normalität dank Spende

Lutherischer Verein spendet 13.000 Euro für Freizeitgestaltung

Fürth-Rummelsberg. „Die Familie bleibt der zentrale Ort des Aufwachsens für Kinder und Jugendliche“ heißt es im Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend. Doch wenn aus den unterschiedlichsten Gründen Heranwachsende nicht bei ihren Eltern bleiben können?

Im Kinderheim St. Michael, einer Einrichtung der Rummelsberger Diakonie (RD), erhalten Kinder und Jugendliche einfühlsame und engagierte Begleitung sowie therapeutische Unterstützung. Neben den vier teilstationären, heilpädagogischen Gruppen finden junge Menschen hier ein Zuhause in stationären Wohngruppen. Doch vieles, was in einer Familie mal kurzerhand entschieden wird  - beispielsweise neue Anziehsachen, eine Anschaffung fürs Zimmer, ein spontaner Kurzurlaub – lässt sich dort nicht so ohne weiteres umsetzen. Daher war die Freude groß, als Dorothee Schmidt, Dienststellenleiterin der Jugendhilfe Fürth der RD, eine Spende über 13.000 Euro des Lutherischen Vereins für weibliche Diakonie a. V. aus den Händen des Vereinsvorsitzenden, Dekan Jörg Sichelstiel, in Empfang nehmen konnte.

Das Geld werde ganz für Freizeiten und Unternehmungen der Kinder, beispielsweise in den Tiergarten oder eine Freizeit in die Berge, fließen, sagte Schmidt. Geplant sind schon eine Schifreizeit an Fasching, einige Wanderausflüge, sowie im Sommer ein Urlaub an der Nordsee. Für die Heimkinder bedeuten diese Aktionen wichtige Auszeiten, ein Stück Normalität, wenn auch sie von einem Urlaub, Erfahrungen oder besonderen Erlebnissen berichten können.

Die Förderung des Kinderheims St. Michael ist Ziel und Zweck des Lutherischen Vereins, der auf eine lange Tradition zurück blickt. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet, unterstützte er zuerst Mädchen vom Lande, die in Fürth verarmt, manche schwanger, gestrandet waren. Aus der damaligen „Mädchenherberge“ entwickelte sich das Kinderheim St. Michael, dessen Trägerschaft bis vor wenigen Jahren in den Händen des Vereins lag. Seitdem diese an die RD ging, fließen die Vereinseinnahmen als zusätzliche Förderung an die Kinder in den Gruppen.

In Zeiten, in denen Familien immer öfter an ihre Grenzen kommen und psychische Nöte ein behütetes Aufwachsen unmöglich machen, bilden Jugendhilfeeinrichtungen wie das Fürther Kinderheim eine Heimat. Junge Menschen erfahren dort Geborgenheit und Fürsorge - und Spenden wie die des Lutherischen Vereins ermöglichen zusätzlich Förderung und schöne Erfahrungen.


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