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26.11.2018

Abschied nach 40 Jahren

Wolfgang Braun arbeitete seit der Gründung für den Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereich in Rummelsberg. Nun wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Rummelsberg – Kein anderer kennt den Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereich (PTI) in Rummelsberg so gut wie er: Seit der PTI vor 40 Jahren gegründet wurde, arbeitete Wolfgang Braun dort, zunächst für vier Jahre im Wohnbereich und dann in der Schule. Nun wurde der 65-Jährige im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen sowie von einigen Gästen in den Ruhestand verabschiedet. Für seine 40-jährige Dienstzeit im PTI erhielt Wolfgang Braun das Kronenkreuz in Gold der Diakonie Deutschland sowie eine Ehrenurkunde des Freistaats Bayern.

„Mit dir verlieren wir einen äußerst zuverlässigen, engagierten und vielseitig talentierten Kollegen, der die Arbeit in unserer Schule maßgeblich mit beeinflusst und geprägt hat“, sagte Thomas Groß, Sonderschulkonrektor an der Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung Rummelsberg. Die beiden Männer unterrichteten neun Jahre gemeinsam in einer Klasse. „Ich habe dich als äußert gewissenhaften, zuverlässigen, hilfsbereiten, engagierten und konsequenten Kollegen kennenlernen dürfen“, so Groß.

In allen Reden wurde Wolfgang Braun als engagiert bezeichnet – im Unterricht für die Kinder und Jugendlichen, aber auch insgesamt für die Schule. Unter anderem leitete Wolfgang Braun einen Qualitätszirkel, der sich mit der Zukunft der Schule auseinandersetzt. Zudem war er langjähriger Vorsitzender der Mitarbeitervertretung und Geschäftsführer des Verbands Sonderpädagogik (vds).

Kathrin Ulrich, die aktuell mit Wolfgang Braun in einer Klasse zusammen unterrichtet, trug ihren Abschiedsgruß in Gedichtform vor. „Deine Unterstützung ist nicht in Worte zu fassen, du wirst ein großes Loch hinterlassen“, sagte sie. Wolfgang Braun ist noch bis Ende November an der Schule.

In seinen Abschiedsworten stellte Wolfgang Braun die Frage: „40 Jahre PTI, wie hält ein Mensch so etwas aus?“ Geholfen habe ihm der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen und seine Familie, die ihm Kraft gibt, so Braun. Durch seine eigenen Kinder konnte Braun Schule aus einer anderen Perspektive sehen. Dadurch sei ihm immer wieder deutlich geworden, dass er an einer besonderen Schule arbeite. Für alle Kolleginnen und Kollegen hatte Braun eine Empfehlung: „Schaut über den Tellerrand hinaus“, sagte er zu ihnen. Die Arbeit in der Mitarbeitervertretung und beim vds erlebte Braun als „außerordentlich bereichernd“ und sie ermöglichte ihm, die eigene Arbeit am Förderzentrum besser einordnen und vergleichen zu können. Nun freue er sich aber auf den Ruhestand, sagte Wolfgang Braun zum Schluss.


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