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24.09.2019

„Das war eine tolle Idee“

1.500 Besucher_innen kamen am Samstag, 21. September, von 14 Uhr bis 18 Uhr zum ersten inklusiven Spielefest in der Innenstadt.

Altdorf – „Ich bin mit Krücken über das inklusive Spielefest gelaufen und fand es super, dass es überall Bänke und Tische zum Ausruhen gab“, erzählte Helga Strehl. Die 81-jährige Altdorferin war am Samstag mit ihrem Enkel Michi (10) auf dem ersten inklusiven Spielefest in Altdorf unterwegs. Auf rund 400 Metern reihten sich am Oberen und Unteren Markt die Spielangebote aneinander. Außerdem gab es Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen. Rund 1.500 Besucher_innen nutzten den sonnigen Nachmittag und kamen mit ihren Familien zum Spielen vorbei.

„Das ist wirklich eine tolle Idee, ein inklusives Spielefest in Altdorf zu organisieren“, sagte Helga Strehl. Die Veranstaltung wurde von der Rummelsberger Diakonie gemeinsam mit der Stadt Altdorf und weiteren Partnern organisiert und durchgeführt. Die Spiel-Angebote wurden durch Altdorfer Kitas und Institutionen realisiert und betreut. In seiner Begrüßungsrede machte Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie deutlich, dass das Fest auch politisch sein will. Anlässlich des Weltkindertages und des Jubiläums 30 Jahre UN-Kinderrechte wies er drauf hin, dass viele Kinder auf der Welt noch immer nicht genügend Zeit zum Spielen hätten und leider auch keine Schule besuchen könnten. „Das ist leider immer noch so“, betonte er. Und leider sei es auch immer noch so, dass trotz 10 Jahre UN-Behinderten-Rechts-Konvention immer viele Kinder und Erwachsene mit einer Behinderung am Rande der Gesellschaft stehen.

Beim inklusiven Spielefest war es schon anders. Es spielten junge und alte Menschen, mit und ohne Behinderung. Die Angebot war groß: Dosenwerfen, verschiedene Wasserspiele und Sprühtattoos, eine Sinnes-Challenge und Riesenseifenblasen selbst machen. Die Besucher_innen meisterten einen Bobbycar- und Rollstuhl-Parcours, den die Mitarbeiter_innen des Wichernhauses aufgebaut hatten. Am Action-Van der Rummelsberger Diakonie konnten Jung und Alt Hockey spielen und kickern. Am Stand der Spielelounge der Rummelsberger Diakonie zockten die Besucher_innen digitale Games. Außerdem konnten die jungen Teilnehmer_innen mit Acrylfarben malen, sich schminken und Tänze unter der Leitung einer Tanzlehrerin einüben. Gut besucht war auch „Panchooo“, der Kindern und Erwachsenen zeigte, wie Jonglage funktioniert. Die Band „Andi und die Affenbande“ rockte die Bühnen und animierte die Kinder zum Tanzen. „Mir hat das viel Spaß gemacht“, fasste Michi (10) seine Erlebnisse zusammen. Dann drehte er sich um und ging seiner Oma Helga Strehl zum nächsten Spieleangebot.


Von: Heike Reinhold

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Einen Bobbycar-Parcours meistern, digitale Games zocken, malen, musizieren und tanzen: Das und noch vieles mehr konnten die Kinder und Jugendlichen beim ersten inklusiven Spielefest am Samstag, 21. September, von 14 Uhr bis 18 Uhr in der Altdorfer Innenstadt. Fotos: Heike Reinhold